Neuere homöopathische Lehren:Fehlinterpretationen des Organons, Von George Vithoulkas, Aus dem Englischen übersetzt von Dr. Stephan Heinrich Nolte, Marburg
IACH - Prof. G. Vithoulkas
Neuere homöopathische Lehren:Fehlinterpretationen des Organons, Von George Vithoulkas, Aus dem Englischen übersetzt von Dr. Stephan Heinrich Nolte, Marburg

Zusammenfassung

Sowohl die körperliche Verfassung als auch die Gemütssymptome sind für die homöopathische Behandlung ausschlaggebend. Aber die heute von einigen homöopathischen Lehrern propagierte Verschreibung ausschließlich aufgrund von Geistesund Gemütssymptomen oder nach einer zentralen Wahnidee beruht auf einer Fehlinterpretation des Organon §210. Die Möglichkeiten einer korrekten Verschreibung unter Berücksichtigung des mentalen Zustandes werden dargelegt. Die „neuen Lehren“ bringen Patienten und Homöopathen mehr Verwirrung als Nutzen und bedrohen damit die Zukunft der Homöopathie.

Schlüsselwörter

Geistes- und Gemütssymptome, Fehlinterpretation des Organon, Verschreibungspraxis.

Summary

Both the patient's disposition and his mental symptoms are essential for a correct homeopathic treatment. However, a prescription based on mind symptoms or delusions only which is now being proposed by several teachers of homeopathy is the aftermath of a misinterpretation of the organon §210. The possibilities of a correct prescription that considers the mental state are described. The „new ideas“ rather confuse than help both patients and homeopaths and will be disastrous for the future of Homeopathy.

Keywords

Mind symptoms, misinterpretation of the Organon, prescription practice. . .

 

Dieser Artikel wurde geschrieben, um den von einigen neueren Lehrern in der Homöopathie verbreiteten, unhaltbaren Konzepten entgegenzuwirken: wie etwa der Vorstellung, dass jeder Wahnvorstellungen („delusions“) hat und alle Beschwerden, an denen er leidet, nun von diesen Wahnvorstellungen kommen. Wenn jemand zum Beispiel Ellenbogenbeschwerden hat, muss man nur nach seiner Wahnvorstellung suchen, um das korrekte Mittel zu finden1. Da die Urheber dieser merkwürdigen Ideen aus Indien stammen, glaube ich, dass sie ihre religiösen Vorstellungen – alles ist „maya“, was Wahnvorstellung bedeutet [1] – mit medizinischen Aspekten menschlicher Erkrankungen verwechseln. So leidet die Homöopathie heute an den Nebenwirkungen der Wahnvorstellungen derjenigen Lehrer, die, von nichts anderem als ihrem Ehrgeiz getrieben, meinen, unbedingt etwas Neues und „Modernes“ – wenn auch Unsinniges – propagieren zu müssen.

Geistes- und Gemütssymptome als Ursache jeder Erkrankung?

Wir alle wissen, wie wichtig für eine korrekte Verschreibung die Veranlagungen des Patienten und seine Geistesund Gemütssymptome sind. Samuel Hahnemann [2], James Tyler Kent [3] und alle alten Meister der Homöopathie haben dies betont, nicht zuletzt auch ich selbst in den Essenzen der Arzneimittel2. In diesen Vorlesungen habe ich meine Schüler gewarnt, dass wir nicht in allen Fällen ein mentales Bild finden und auch nicht alle Gemütssymptome in den Arzneien finden, geschweige denn die Veränderungen, die wir gegenwärtig in der Welt der Geisteskrankheiten finden.

Seit einigen Jahren wird durch einen indischen Homöopathen eine andere, eine „neue Idee“ verbreitet: Er behauptet, dass es immer und in allen Fällen Gemütssymptome gibt, und daher jeder Patient nach seiner mentalen Symptomatologie behandelt werden sollte2. Jeder seinerJünger sucht nun nach derartigen Symptomen – aber meistens vergeblich.

Die Grundlage dieser Vorstellungen leitet sich aus § 210 Organon ab, in dem es heißt, dass „auch in jeder der übrigen so genannten Körperkrankheiten, die Gemüths- und Geistes-Verfassung allemal geändert ist.“ Zu einem Missverständnis kam es, weil der indische Homöopath wohl das Wort „geändert“ als „erkrankt“ interpretiert hat. Hahnemann behauptet gar nicht, dass die Geistes- und Gemütsverfassung immer krankhaft verändert ist, da eine derartige Veränderung sowohl in eine positive wie in eine negative Richtung gehen kann. Sie kann so auch zur Heilung und nicht notwendigerweise in die Krankheit führen. Wie sollten sonst Symptome wie Gelassenheit, Seelenruhe oder Furchtlosigkeit als Geistesund Gemütssymptome gelten können?

Der ganze § 210 liest sich so:

„Dieser Art sind die sogenannten Gemüths- und Geistes-Krankheiten. Sie machen jedoch keine von den übrigen scharf getrennte Classe von Krankheiten aus, indem auch in jeder der übrigen sogenannten Körperkrankheiten, die Gemüths- und Geistes-Verfassung allemal geändert ist, und in allen zu heilenden Krankheitsfällen, der Gemüthszustand des Kranken, als eins der vorzüglichsten mit in den Inbegriff der Symptome aufzunehmen ist, wenn man ein treues Bild von der Krankheit verzeichnen will, um sie hienach mit Erfolg homöopathisch heilen zu können. Der erwähnte indische Homöopath hat nun diverse andere Lehrer dahingehend beeinflusst, dieses sein Missverständnis zu übernehmen. Sie interpretieren nun alle diesen Paragraphen so, dass in allen Fällen Geistes- und Gemütspathologien zu finden seien und wir unsere Verschreibung darauf begründen sollten. Als erfahrene Homöopathen wissen wir aber, dass in schweren chronischen Fällen, zum Beispiel von Psoriasis, rheumatoider Arthritis, Lupus erythematodes, schweren Hauterkrankungen oder schweren rheumatischen oder arthritischen Erkrankungen häufig keine Geistes- und Gemütssymptome vorhanden sind, auf die sich eine Verschreibung stützen könnte.Wenn nun versucht wird, trotz fehlender Symptome eine mentale Pathologie zu finden, und dann nur eigene Symptome auf den Patienten projiziert oder imaginiert werden, wird das Endergebnis nur ein enttäuschter Homöopath sein.

Wechsel zwischen körperlichen und Geistes- und Gemütssymptomen

Auf der anderen Seite wissen wir, dass sich nach der Gabe der richtig gewählten Arznei bei schweren Angstneurosen – mit vielen Geistes- und Gemütssymptomen wie die verschiedenen Phobien, die den Patienten Tag und Nacht quälen – der Geisteszustand bessert, aber dann u.U. ein schwerer und hartnäckiger Ausfluss auftritt, der Monate oder gar Jahre anhalten kann. Versucht man nun, ein zweites Mittel für den Ausfluss zu verschreiben, finden sich keine Geistes- und Gemütssymptome mehr, auf die man die Folgeverschreibung gründen kann.

Wenn die Patientin erstmalig wegen eines Ausflusses zur Behandlung kommt, gilt dasselbe: Auch wenn sie sehr an Jucken und Ausfluss leidet, findet sich während des Andauerns des Ausflusses nicht unbedingt eine Geistes- und Gemütspathologie.

Ich behandle gerade einen derartigen Fall: Die Ängste und Phobien verschwanden, aber ein hartnäckiger, juckender Ausfluss erschien. Die Patientin unterdrückte diesen nach einigen erfolglosen Heilungsversuchen mit allopathischen Medikamenten, und schon nach wenigen Monaten kam die Angststörung in voller Ausprägung zurück. Das Leben wurde der Patientin zur Hölle. Ich behandelte die Angststörung erneut, der Patientin ging es bestens, aber wiederum kam es zu dem ausgeprägten Ausfluss. Während all der sieben Monate mit Ausfluss fanden sich gar keine Geistes- und Gemütssymptome!

Mir scheint es offensichtlich, dass Hahnemann es nicht so meinte, wie es diese charismatischen „Lehrer“ verstehen. Hahnemann beobachtete, wie sich körperliche und Geistes- und Gemütssymptome in beide Richtungen abwechseln, wie er in den dem § 210 folgenden Paragraphen schreibt. Es istwohl bekannt und vielfach verifiziert, dass sich Geistes- und Gemütssymptome entwickeln, wenn die Erkrankung zentralwärts fortschreitet, während sich körperliche Symptome entwickeln, wenn die mentalen verschwinden. Ebenso ist bekannt, dass bei körperlicher Erkrankung mentale Symptome verschwinden und umgekehrt. Selbst ein noch junger Homöopath hat dies in seiner Praxis wiederholt erlebt.

Fährt man im Organon fort, klärt sich die Sachlageweiter auf und Hahnemanns Vorstellungen verdeutlichen sich: Im § 253 erörtert er, was Geisteskrankheit ist und was geistige Gesundheit: „… im Falle des, auch noch so kleinen Anfanges von Besserung – eine größere Behaglichkeit, eine zunehmende Gelassenheit, Freiheit des Geistes, erhöhter Muth, eine Art wiederkehrender Natürlichkeit. Im Falle des, auch noch so kleinen Anfangs von Verschlimmerung aber, das Gegentheil – ein befangener, unbehülflicher, mehr Mitleid auf sich ziehender Zustand des Gemüthes, des Geistes, des ganzen Benehmens und aller Stellungen, Lagen und Verrichtungen, was bei genauer Aufmerksamkeit sich leicht sehen oder zeigen, nicht aber inWorten beschreiben läßt.“

Der Wechsel zwischen körperlichen und geistigen Symptomen wird in den folgenden Paragraphen beschrieben, so in § 215:

Fast alle sogenannten Geistes- und Gemüths-Krankheiten sind nichts anderes als Körper-Krankheiten, bei denen das, jeder eigenthümliche Symptom der Geistes- und Gemüths-Verstimmung, sich unter Verminderung der Körper-Symptome (schneller oder langsamer) erhöhet und sich endlich bis zur auffallendsten Einseitigkeit, fast wie ein Local-Übel in die unsichtbar feinen Geistes- oder Gemüths-Organe versetzt.“

In § 216 heißt es: „Die Fälle sind nicht selten, wo eine den Tod drohende, sogenannte Körper-Krankheit durch schnelles Steigen des bisherigen Gemüths-Symptoms, in einenWahnsinn, in eine Art Melancholie, oder in eine Raserei ausartet und dadurch alle Todesgefahr der Körper-Symptome verschwinden macht; letztere bessern sich indeß fast bis zur Gesundheit, [...] so daß, mit einem Worte, die Übel der gröbern Körper-Organe auf die fast geistigen, von keinem Zergliederungs-Messer je erreichten oder erreichbaren Geistes- und Gemüths-Organe gleichsam übergetragen und auf sie abgeleitet werden.“ Und in § 218 lesen wir: „Zu dieser Symptomen-Schilderung gehört zuerst die genaue Beschreibung der sämmtlichen Zufälle der vormaligen sogenannten Körper-Krankheit, ehe sie zur einseitigen Erhöhung des Geistes-Symptoms, zur Geistes- und Gemüths-Krankheit ausartete.“ Aus diesem letzten Paragraphen geht ganz klar hervor, dass Hahnemann das bereits beobachtet hat, was jeder Homöopath sehen kann: Wenn körperliche Symptome unterdrückt werden, wird die geistige Ebene krank, und deswegen redet er hier von Geistes- und Gemütskrankheit und nicht -veränderung. Ich sehe schon, dass diese Punkte schwer zu verstehen sind, zumal das Organon als Ganzes und nicht in den einzelnen Paragraphen gelesen werden muss, bevor es richtig interpretiert werden kann. Ich habe versucht, in meinem Buch A New Model for Health and Disease [7] diese schwierigen Zusammenhänge zu klären und den Lernenden verständlich zu machen. In diesem Artikel ist es nicht möglich, dieses Thema erschöpfend darzustellen, zumal es viele weitere Aspekte in sich birgt.

Möglichkeiten der Verschreibung bei Geistes- und Gemütssymptomen in der Praxis

Zu Beginn einer Behandlung stehen 3 Möglichkeiten der Verschreibung zur Verfügung:

●● In Fällen ohne Gemütssymptome, aber mit schweren körperlichen Symptomen, sollte die Verschreibung auf den physischen Symptomen basieren. Beispiel: schwere Fälle von Psoriasis, rheumatoider Arthritis, rheumatischer Osteoarthritis usw.

●● Es gibt Fälle mit pathologischen Gemütszuständen, bei denen die indizierte Arznei ein „kleines Mittel“ ist, dessen geistige Symptome wir nicht kennen. Auch in diesen Fällen muss sich unsere Verschreibung auf die physischen Symptome der Arznei beziehen, die wir in unserer Materia medica finden.

●● In Fällen, in denen diejenigen pathologischen Geistesund Gemütssymptome vorhanden sind, die eine unserer Arzneien hervorzubringen in der Lage ist, sollten diese berücksichtigt werden und sich unsere Verschreibung primär auf diese gründen. Weitere Möglichkeiten ergeben sich im Verlauf der Behandlung:

●● In einem Fall mit Geistes- und Gemütssymptomen treten körperliche Symptome auf, während erstere verschwinden. Hier können wir grosso modo sagen, dass die Heilung in die richtige Richtung geht.

●● Physische Symptome verschwinden, Gemütssymptome treten auf. Hier muss nicht immer eine Unterdrückung vorliegen, es kann auch Richtung Heilung gehen, sofern die körperlichen Symptome schlimmer und hinderlicher waren als die neu aufgetretenen geistigen. Dies scheint eine neue Sichtweise zu sein, aber sie findet sich bei Hahnemann, wenn er in der Fußnote zu § 210 schreibt: „Wie oft trifft man nicht, z. B. in den schmerzhaftesten, mehrjährigen Krankheiten, ein mildes, sanftes Gemüth an, so daß der Heilkünstler Achtung und Mitleid gegen den Kranken zu hegen sich gedrungen fühlt. Besiegt er aber die Krankheit und stellt den Kranken wieder her – wie nach homöopathischer Art nicht selten möglich ist – da erstaunt und erschrickt der Arzt oft über die schauderhafte Veränderung des Gemüths, da sieht er oft Undankbarkeit, Hartherzigkeit, ausgesuchte Bosheit und die, die Menschheit entehrendsten und empörendsten Launen hervortreten, welche gerade diesemKranken in seinen ehemaligen gesunden Tagen eigen gewesen waren.“ Aber auch das Gegenteil findet sich nach den Beobachtungen Hahnemanns, wenn er in derselben Fußnote fortfährt: „Die in gesunden Zeiten Geduldigen, findet man oft in Krankheiten störrisch, heftig, hastig, auch wohl unleidlich, eigensinnig und wiederum auch wohl ungeduldig oder verzweifelt; die ehedem Züchtigen und Schamhaften findet man nun geil und schamlos. Den hellen Kopf trifft man nicht selten stumpfsinnig, den gewöhnlich Schwachsinnigen hinwiederum gleichsam klüger, sinniger und den von langsamer Besinnung zuweilen voll Geistesgegenwart und schnellem Entschlusse u.s.w.“

●● Wenn körperliche Symptome auftreten und Gemütssymptome verschwinden, sind wir auf dem Heilungsweg, so lange die körperlichen Symptome nicht ein genau so großes oder gar größeres Übel darstellen wie die vorherigen Einschränkungen durch die psychischen Symptome. Wenn eine unpassende Arznei gegeben wurde, kann sich die körperliche Situation verschlechtern, ohne dass Heilung eintritt. Wir haben dieses Phänomen zum Beispiel bei der nicht indizierten Gabe von Sulfur gesehen, wenn sich die Haut verschlechtert hat, ohne dass es zu einer Besserung des Gemütszustandes gekommen ist.

Irrungen, Wirrungen und Ausblick Es gibt homöopathische Lehrer, die selbst verwirrt sind und deswegen ihre Schüler verwirren, besonders die Anfänger, die ihnen vertrauen und ihnen treu zuhören. Es gibt 2 Hauptgründe für diese Irrungen und Wirrungen:

●● Die Lehrer sind sich selbst nicht über das Verständnis des Organon im Klaren, und ihre Erfahrungen erlauben ihnen kein tiefer gehendes Verständnis.

●● Sie sind ehrgeizig undwollen unbedingt einen „neuen Weg“ gehen und der Homöopathie ein „neues Gesicht“ verpassen; oder aber, sie wollen die Schüler durch fremdartige Stellungnahmen beeindrucken. Es ist zu befürchten, dass diese „Lehrer“ bald absurde Dinge wie etwa die Potenzierung der französischen Nationalhymne vorschlagen, um damit französische Patrioten zu behandeln. All dieser Unsinn wird im Namen der „Erneuerung“ der Homöopathie vorgebracht werden. Aus welchem Grund auch immer, der Schaden ist nicht mehr gutzumachen. Die Lernwilligenwerden fehlgeleitet, und die Homöopathie bekommt so einen schlechten Ruf. Ich kann jetzt schon sehen, dass die Folgen falscher Lehren durch „charismatische Lehrer“, die selbst verwirrt und konfus sind, für die Zukunft der Homöopathie desaströs sein werden. Weil es hier mehr um Ideen und Prinzipien als um Namen geht, erwähne ich keine Namen. Ich bin sehr besorgt, weil die genannten Fehlinterpretationen zukünftige Schüler prägen, diese aber verwirren und enttäuschen, wenn sie falsche Ideen in die Praxis umsetzen wollen und ihnen keine Erfolge beschieden sind.

Aus dem Englischen übersetzt von Dr. Stephan Heinrich Nolte, Marburg Online zu finden unter:

http://dx.doi.org//10.1055/s-0029-1242550

 

Literatur
[1] Brodd J: World Religions. Winona, Minnesota: Saint Mary's Press; 1998.
[2] Hahnemann S: Organon der Heilkunst, Standardausgabe der 6. Auflage. Heidelberg: Haug; 1999.
[3] Kent JT: Lectures on Homeopathic Philosophy. Chicago: Ehrhart & Karl; 1919.
[4] Sankaran R: The Spirit of Homoeopathy. Bombay: R. Sankaran; 1991.
[5] Sehgal ML: Rediscovery of Homeopathy. Delhi: Sehgal Brothers; 1992.
[6] Vithoulkas G: Essence of Materia Medica. New Delhi: B. Jain Publishers; 1988.
[7] Vithoulkas G: A New Model for Health and Disease. Berkeley: North Atlantic Books; 1991.

●● Anmerkungen
1 Sankaran R: [4] „I also realized the importance of the section on delusions, because a delusion is a false perception of reality, and disease too is a false perception of the present.
The whole mental state of a person is an expression of this false perception (delusion).“ – „Cure is the restoration of health. It is achieved when man becomes aware of his
false perception of reality. This is made possible through exposing him to his delusion.
This is the basis of the Law of similars on which Homoeopathy is founded.“ 2 Vithoulkas G [6], Arsenicum album: „In
studying remedies, it is crucially important to have an appreciation of the stages of development of the pathology. Otherwise, if we see a patient at a given stage, we may miss
the remedy simply because we are looking for symptoms that are characteristically found at
a different stage. In the early stages of Arsenicum, we see a relative preponderance of physical level symptoms with less emphasis on the mental disturbances.“
Vithoulkas G [6], Phosphorus: „While the physical symptoms predominate, there are
few symptoms in the emotional or mental spheres.“
Vithoulkas G [6], Silicea terra: „Silica patients do not usually develop severe pathology on the emotional or mental planes, in my experience.
They mostly complain of a lack of mental stamina.“.
3 Sehgal ML [5], „To repeat, let me point out that we prescribe on the symptoms of the mind (leaving aside all the other symptoms relating to the popularly known physical level
of the body) and in turn get a stimulus in the automatic system, which is responsible for keeping the system of Assimilation and Elimination efficient.“
 

 

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