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Lycopodium - Klassische Homöopathie bei Angst & Eifersucht PDF Print E-mail

klassische_homoopathie_220THE FOLLOWING IS A FULL COPY OF LYCOPODIUM CONTAINED IN Klassische Homöopathie bei Angst & Eifersucht BY PROF. GEORGE VITHOULKAS.

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LYCOPODIUM

Bärlappsporen

GEISTES- UND GEMÜTSSYMPTOME:

  • Mangel an Selbstvertrauen.
  • Furcht vor Verantwortung, Feigheit.
  • FURCHT VOR DER DUNKELHEIT, GESPENSTERN, ALLEIN IM HAUS ZU SEIN.
  • «One night Stands» (Affären nur für eine Nacht), will keine Verantwortung tragen.

    KÖRPERLICHE SYMPTOME:

  • AUFTREIBUNG DES ABDOMENS durch Blähungsbildung, Flatulenzen, Aufstossen.
  • Lebererkrankungen.
  • Promiskuität.
  • Impotenz aufgrund sexueller Exzesse.
  • Vorzeitige Ejakulation oder Verlust der Erektion während Koitus.
  • Fächerartige Bewegung der Nasenflügel.
  • Ein Fuss heiss, der andere kalt, rissige Fersen.
  • Abmagerung der oberen Körperhälfte.

    ALLGEMEINE SYMPTOME:

  • Rechtsseitiges Mittel.
  • Die Beschwerden gehen von rechts nach links.
  • SYMPTOME SCHLIMMER ZWISCHEN 16.00 und 20.00 Uhr.
  • Nachts hungrig, Appetit nimmt beim Essen zu oder Heisshunger mit schneller Sättigung nach nur einem Bissen.
  • Schläft auf der rechten Seite.
  • Verlangen nach Süssigkeiten, warmen Getränken.
  • Abneigung gegen kalte Getränke.
  • Unerquicklicher Schlaf, möchte weiter schlafen, schlimmer morgens beim Erwachen.

    MODALITÄTEN:

  • Besserung: Flatulenzen und Aufstossen.
  • Verschlimmerung: 16.00 - 20.00 Uhr, morgens beim Erwachen.

    Angst um die Gesundheit

    G.V.: Der Lycopodi um -Patient kann Angst um seine Gesundheit bekommen, bis hin zur Hypochondrie. Die Befürchtungen und Ängste konzentrieren sich in der Hauptsache auf den Magen-Darm-Trakt.

    Kann seinen Verpflichtungen entfliehen

    Nehmen wir als Beispiel eine Familie, ein verheiratetes Paar mit Kindern. An der Arbeitsstelle gibt es Probleme. Lycopodium verliert seinen Job. Sofort entwickelt Lycopodium Angst, und diese Angst führt zu sonderbarem Verhalten. Das kann so aussehen, dass Lycopodium einfach nur noch weg möchte, die Familie verlassen und verschwinden will. Lycopodium ist imstande, seine Familie, die Eltern, einfach alle zu verlassen. Er entfernt sich einfach von den selbst geschaffenen Verpflichtungen.

    Angst seine Schwäche wird bemerkt

    Solche Patienten leben in der ständigen Furcht, andere könnten die Wahrheit über ihren inneren Schwächezustand herausfinden. Sie machen sich ständig Sorgen darüber, was andere von ihnen denken könnten. Lycopodium passt zu sehr intelligenten und intellektuellen Menschen. Man findet es oft in Berufsgruppen mit vielen öffentlichen Auftritten: Priester, Anwälte, Lehrer, Politiker...

    Ein Priester zum Beispiel fühlt sich vor seiner Predigt prima, aber beim Erreichen der Kanzel, wenn er alle Augen auf sich gerichtet sieht, bekommt er plötzlich Magenschmerzen oder grosse Angst.

    Angst vor Verantwortung Solch ein Mensch mag in der Lage sein, seine Aufgabe gut zu erfüllen, aber das körperliche oder seelische Leiden beeinträchtigt seine Leistungsfähigkeit stark. Diese Situation ist ebenfalls eine Manifestation von Angst im Angesicht von Verantwortung, und es ist gut möglich, dass der Patient versucht, seinem Beruf zu entfliehen. Manchmal scheint ihm sein körperliches Leiden als Ausrede dafür gerade recht zu kommen.

     

    This is a 16 minute-long video from one of Prof Vithoulkas' live courses at Alonissos, where he describes some elements of the Phosphorus essense of materia medica.

    For viewing you'll need Macromedia's Flash and a fast internet connection.

    You can find more videos by prof G. Vithoulkas on our Homeopathy Video Courses page.

    Angst während der Ausführung der Aufgabe

    Natürlich kann man Lycopodium mit vielen Arzneimitteln vergleichen. Die Erwartungsangst, die bei öffentlichen Funktionen solches Leiden verursacht, kann mit Gelsemium verglichen werden. Bei Lycopodium bezieht sie sich mehr auf den Leidenszustand, der bei der eigentlichen Ausführung der Aufgabe auftritt, wohingegen Gelsemium mehr für die Angst indiziert ist, die Stunden oder Tage vor der Aufgabe erscheint.

    In Liebesdingen hat Lycopodium ähnliche Angst. Ein Lycopodium-Patient hat zum Beispiel eine Freundin. Wenn diese Freundin ihn nach einer gewissen Zeit dazu drängen will, Verantwortung zu übernehmen, zu heiraten, dann steigt zu diesem Zeitpunkt die Angst in Lycopodium auf, und er wird alles tun, um aus dieser Situation herauszukommen.

    Gleichzeitig sind Lycopodiums gesellige Menschen. Es fällt ihnen leicht, neue Kontakte herzustellen und neue Situationen zu kreieren. Und in diesen Situationen bläht sich das Ego auf. (lacht) Ich habe das oft mit Mussolini verglichen. Mussolini war ein Frauenheld und hatte ein geblähtes Abdomen. «Ich bin der Grösste aller Zeiten!» Innerlich war er eigentlich ein Feigling. Nach aussen jedoch präsentierte er sich als jemand mit grosser Machtfülle. Dies ist der Charakter von Lycopodium. In dem Moment aber, wo er wirklich mit einem Problem konfrontiert wird...

    Oder wenn Lycopodium sich mit einer Frau unterhält. Er spricht und spricht und spricht: «Oh, Sie sind so schön, so klug, so dies, so das...» Blablabla etc. Die Frau fühlt sich sehr ge-schmeichelt. «Haben Sie heute Abend schon was vor?» (grinst) Selbst in lhrer Praxis im Wartezimmer wird Lycopodium versuchen, lhre Sprechstundenhilfe anzubaggern!

    Ein Lycopodium-Patient wird versuchen, sie zum Essen einzuladen. Am Abend desselben Tages! Lycopodiums brauchen diese Art von Bestätigung, dass sie jemand sind, dass sie wirklich toll sind. Und in dem Moment, wo sie ihren Willen bekommen, wenn alles nach ihrer Nase geht, verschwinden sie. Derartiges Verhalten sehen wir bei Lycopodium.

    Nach aussen hin gibt sich Lycopodium fähig, extrover-tiert, freundlich und mutig. Daher kann es schwierig sein, das wahre Bild des Mittels wahrzunehmen, wenn man als Homöo-path nicht gekonnt Nachforschungen betreibt. Bei dem Versuch andere zu bluffen, um das innere Gefühl von Minderwertigkeit zu kompensieren, schiessen Lycopodium-Patienten oft über das Ziel hinaus.

    Sie übertreiben ihre Errungenschaften, ihre Fähigkeiten, und auch bezüglich der Menschen, die sie kennen. Sie erzählen zum Teil sogar haarsträubende Lügen, die aber nicht untermauert werden können, wenn es darum geht, Ergebnisse vorzuweisen.

    Diese Aufblähung ihres Egos ist eine Kompensation für die innere Schwäche und ist begründet in ihrem mächtigen Bedürfnis, von anderen respektiert und bewundert zu werden, um sich selbst zu «beweisen».

    Wir sagen auch, dass Lycopodium impotent wird. Warum wird er impotent? Wegen dieses Verhaltens, von einer Frau zur nächsten zu gehen, von einer zur anderen. Irgendwann findet sich Lycopodium in der Situation wieder, dass er heiratet, und dann stellt er fest, dass er nicht mehr in der Lage ist, eine Erektion zu bekommen, normalen Geschlechtsverkehr zu haben. Warum? Wegen all dieser Aufblähung, dieses pompösen Auftretens.

    Nun aber ist die Luft raus! (Teilnehmer kichern) Mit dem Ablassen der Luft verschwindet alles. Und dann kommt natürlich die Angst, und die Patienten rennen voller Panik zum Arzt. «Was passiert mit mir?!?»

    Oft suchen männliche Lycopodiums einen Arzt auf, weil sie sich seit ihrer Heirat impotent fühlen. Es kann drei bis fünf Monate dauern, bis ihnen klar wird, dass sie kein Interesse daran haben, mit ihrer Frau zu schlafen. Dies ist ihre Strafe dafür, sexuell zu freizügig gewesen zu sein.

    Sexuelle Befreiung, ja? Wir haben diese Vorstellungen von sexueller Befreiung, glauben, es sei das Beste. Aber es gibt auch Nebenwirkungen. Die Nebenwirkung der sexuellen Befreiung ist Impotenz. Deswegen stellt diese Firma Viagra her und macht solch ein gutes Geschäft! (Gelächter im Publikum)

    Schaut Euch zum Vergleich mal die Taliban an: Selbst im Alter von 80 Jahren sind sie noch sehr aktiv, (viel Gemurmel im Publikum) Oder geht nach Indien: Dort ist sexuelle Freizügigkeit nicht erlaubt. Die Gesellschaft dort ist so strukturiert, dass es für einen Mann nicht einfach ist, viele Frauen zu haben, von einer zur anderen zu gehen.

    Denn beide, Mann und Frau, wären fertig, wenn sie das täten. Also halten sie sich zurück. Durch diese Zurückhaltung werden zum einen Ehen bewahrt, zum anderen sind sie bis ans Ende ihres Lebens aktiv. Weil sie es nicht übertreiben! Es ist genau so wie mit Hummer. Sie mögen Hummer. Aber ich kann Ihnen sagen: Wenn Sie jeden Tag Hummer essen, dann möchten Sie nach einem Monat am liebsten erbrechen, wenn Sie Hummer sehen! (Ein Lächeln geht durch die Saal) So ist es. (Pause)

    Es gab in der Pause ein paar Fragen zu einem Fall mit Angst. Ich muss Ihnen einige Dinge sagen, damit wir auf derselben Ebene miteinander sprechen. Es gibt viele Fälle mit Angst, Befürchtungen etc., die sich auf einer relativ oberflächlichen Ebene abspielen. Diese Fälle kann man entweder mit einem Arzneimittel behandeln oder auch ohne Mittel. Dies sind Fälle, wo Menschen beruhigt werden müssen, verstehen müssen, was mit ihnen geschieht. Das ist das, was Psychiater oder Psychotherapeuten tun.

    Aber hier sprechen wir nicht über solche Fälle. Wir haben bei Cannabis indica zum Beispiel über die Ablösung gespro-chen. Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel.

    Vor vielen, vielen Jahren studierte eine Griechin in London. Sie kam in einem Panikzustand in unser Zentrum nach Athen. Sie berichtete, dass sie in England einen Psychiater aufgesucht habe, der ihr sagte, sie sei psychisch sehr krank und benötige Psychopharmaka.

    Ich fragte: «Was ist das Problem?»

    Sie sagte: «Das Problem ist, dass ich, wenn ich in London bin und nachts ins Bett gehe, sobald ich die Augen schliesse, meinen Körper verlasse. Ich reise nach Athen, gehe dort zu unserem Haus, und häufig höre ich dann, was meine Eltern mit-einander besprechen. Am nächsten Tag rufe ich meine Mutter oder meinen Vater an und frage: ,Habt ihr das gestern gesagt? Habt ihr das gestern besprochen?' Und sie bestätigen es mir und fragen: ,Ja! Woher weisst du das?'»

    Nachdem das ein paar Mal passiert war, bekam die junge Frau wirklich Angst, weil sie dieses Verlassen ihres Körpers nicht kontrollieren konnte. Schliesslich ging sie in London zu einem Psychiater und erzählte ihm davon.

    Er sagte: «Diese junge Frau ist vollkommen verrückt», schlug ihr vor, in eine Klinik zu gehen und Medikamente zu nehmen. In panischer Angst verliess sie London, kam nach Athen und geriet durch Zufall an mich. Ich verstand, was da geschah. Ich erklärte ihr, dies sei ein Phänomen, welches manchen Organismen zum Geschenk gemacht werde.

    Das heisst, sie sind in der Lage, ihren Körper zu verlassen und zu reisen - «Astral-Reisen» genannt. Dies sei etwas, was einfach zu ihr gehöre. Die junge Frau hörte mir zu.

    Schliesslich sagte sie: «Okay. Werden Sie mir eine Arznei geben?» Ich sagte: «Nein, Sie brauchen keine Medizin. Sie sind recht glücklich.» Und so ging sie wieder.

    Einige Jahre später erhielt ich einen Brief mit dem Wortlaut: «Ich schreibe ihnen aus einer psychiatrischen Klinik...» (Völlige Stille im Auditorium, jeder hält den Atem an. Vithoulkas macht eine Pause, wartet, und fängt an zu lächeln...)

    Nein, nein, das ist nicht passiert! (befreites Lachen im Saal) Sie schrieb mir einige Jahre später: «Ich bin damals nach London zurückgekehrt und habe mein Studium abgeschlossen. Vielen Dank für Ihren Rat.» Das bedeutet, mein Rat nahm ihr die Angst.

    Wir müssen verstehen, dass solche Fälle nicht pathologisch sind. Erinnern Sie sich, was ich Ihnen sagte? Bei wirklichen Angstzuständen können Sie mit Beruhigung, Fragen, Trost, Unterstützung nicht mehr helfen, nein. Bei wirklichen Angstoder Panikzuständen geschehen chemische Abläufe im Körper, die mit dem Verstand nicht mehr zu kontrollieren sind.

    Bei manchen Fällen handelt es sich nur um Angst vor etwas Unbekanntem. Sobald man erklärt, was da geschieht, verschwindet das ganze Syndrom. Aber wir sprechen hier nicht über solche Fälle, denn solche Fälle werden für gewöhnlich von Psychologen oder Psychotherapeuten behandelt, und denen geht es dann recht gut. Sie bekommen Erklärungen etwa in der Art: «Sie haben Angst, weil Ihre Mutter sie als Kind geschlagen hat, und deshalb entwickeln Sie jetzt jedes Mal Angst, wenn Sie einer Mutter begegnen...» usw.

    Aber diese Art von Fällen meine ich nicht. Ich spreche von Fällen mit schwerwiegender Pathologie, die schon bei Psycho-logen, Homöopathen und allen möglichen anderen Therapeuten gewesen sind.

    Machen wir also mit unserer Differentialdiagnose der Mittel weiter.