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Fallanalyse für Fortgeschrittene & für Anfänger PDF Εκτύπωση E-mail
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Fallanalyse für Fortgeschrittene & für Anfänger

Index
1. Fallanalyse und erste Verordnung
2. Fallanalyse für Fortgeschrittene & für Anfänger
3. Die Wahl der Potenz & Das Einzelmittel

 

Fallanalyse für Anfänger

Beim Studium der homöopathischen Anamnese stehen wir nun vor der Aufgabe, das richtige Mittel — das Simillimum — zu finden. Für den Anfänger, der nur eine begrenzte Kenntnis der Materia Medica besitzt, kann diese Entscheidung, besonders in chronischen Fällen, sehr schwierig sein. Nichtsdestoweniger muß betont werden: Die Wahl des ersten Mittels ist die wichtigste Entscheidung in der Homöopathie! Versuchen wir nicht, uns diese Entscheidung zu vereinfachen — durchdenken wir sie sehr genau! Das erste Mittel ist es, das dem Homöopathen den Zugang zu einem Fall verschafft. Entweder es mobilisiert das heilende Potential des Abwehrmechanismus und steuert den Fall in Richtung größerer Ordnung, oder aber es stiftet Unordnung und Verwirrung. Da der Fall bis dahin noch nicht unter falschen Verordnungen gelitten hat, ist das erste Mittel oft leichter zu wählen als die nachfolgenden. Und nochmals: Es ist von allen Verordnungen die wichtigste.

Gelegentlich, aber nicht oft ist der Fall zu Beginn der Behandlung ziemlich klar: Der Patient leidet unter einigen leichten Beschwerden, sein Symptombild paßt genau auf ein bestimmtes Mittel, ein paar eigentümliche Symptome bestätigen dieses Mittel, und Kontraindikationen sind keine vorhanden. Der Fall liegt klar auf der Hand, und der Homöopath kann das Mittel ohne Zögern verordnen. Sogar der unerfahrene Praktiker kommt zu eindrucksvollen Heilerfolgen, wenn das Bild zu Beginn der Behandlung eindeutig ist. Ganz besonders wichtig ist es dann, lange Zeit zu warten, bevor man das Mittel wiederholt oder ein neues verschreibt. Meist ergibt die Anamnese jedoch ein gemischtes Symptombild. Der Patient weist vielleicht ein sehr charakteristisches Gemütssymptom von Pulsatilla auf, das den Arzt auf den Gedanken bringt, dies sei das angezeigte Mittel. Man fragt weiter, und siehe da — so gut wie kein anderes Symptom bestätigt Pulsatilla. Außerdem friert der Patient sehr und spürt ein Verlangen nach Fett — zwei Symptome, die Pulsatilla völlig widersprechen. Auf keinen Fall darf man jetzt der Versuchung erliegen, trotzdem Pulsatilla zu geben. Man sollte vielmehr den Bericht des Patienten weiter durchdenken und überprüfen, um ein Mittel zu finden, das tatsächlich die Gesamtheit der Symptome deckt. Jedes einzelne Symptom wird vielleicht nicht passen, aber wahrscheinlich läßt sich ein Mittel finden, das den meisten der wichtigen Symptome entspricht. Der Anfänger steht oft vor einem verwirrenden und scheinbar unzusammenhängenden Sammelsurium von Symptomen, das zu keinem einzigen 219 Mittel zu passen scheint. Der Grund liegt darin, daß er einfach noch keine ausreichende Kenntnis der Mittel besitzt. Wer sich besser auskennt und mehr Erfahrung hat, erkennt in dem Konglomerat von Symptomen das passende Mittel vielleicht mühelos. Doch der Anfänger — was soll er in solch einem Fall tun?

Das Beste ist, er »repertorisiert« den Fall. Dazu fertigt man, wie in Kapitel 13 beschrieben, eine sorgfältige Aufstellung der Symptome an. Man überlegt genau, welche Symptome für die Repertorisation in Frage kommen. Dann ordnet man sie so umsichtig wie möglich nach ihrem Stellenwert: Das wichtigste Symptom steht an erster Stelle usw.

Die besonders merkwürdigen und eigentümlichen Symptome (zu denen im Repertorium nur wenige Mittel genannt sind) schließt man zunächst von der formalen Repertorisation aus.

Man listet also auf einem Blatt Papier nacheinander alle Symptome in dieser Weise auf und schreibt dann unter jedes Symptom alle Mittel, die in der dazugehörigen Rubrik stehen — einschließlich ihrer Wertigkeit. Jedes Mittel wird berücksichtigt, um zu verhindern, daß man womöglich das passende Mittel übersieht (wenn die richtigen Rubriken gewählt wurden). Danach schreibt man diejenigen Mittel auf, die in allen Rubriken vorkommen.

Im Idealfall trifft das nur auf ein einziges Mittel zu. Man liest es aufmerksam in der Materia Medica nach. Entspricht die »Idee« dieses Mittels der »Idee« des Patienten und besitzt das Mittel die Mehrzahl seiner Symptome, kann man es mit Zuversicht verschreiben.

In der Praxis kommt das aber selten vor. Meist tauchen drei oder vier Mittel in allen Rubriken auf, und man muß sich für eins entscheiden. Dazu sieht man sich nun die Rubriken der merkwürdigen Symptome (Paragraph 153) an und studiert als erstes die Mittel, die sowohl in diesen als auch in allen anderen Rubriken vorkommen. Falls die merkwürdigen Symptome keins der drei oder vier repertorisierten Mittel bestätigen, müssen diese Mittel solange in den Arzneimittellehren studiert werden, bis man dasjenige sicher gefunden hat, das der Gesamtsymptomatik des Patienten am besten entspricht.

Niemals sollte man ein Mittel geben, nur weil es die höchste Punktzahl bei der Repertorisation erreicht. Selbst wenn es punktemäßig weit vor den anderen liegt, darf man es nicht geben, solange nicht seine Beschreibung in den Arzneimittellehren auf den Patienten paßt. Das Repertorisieren ist also, wie schon erwähnt, lediglich ein richtungsweisendes Hilfsmittel, nicht die endgültige Antwort.

Einige Homöopathen haben Repertorisationsbögen entwickelt, auf denen man zu jedem Symptom die dazugehörigen Mittel, einschließlich ihrer Wertigkeit, eintragen kann. Die Bögen sind zwar recht praktisch, werden aber für Anfänger nicht empfohlen. In den ersten Jahren soll das Studium eines Falles u.a. auch das Verständnis des Arztes für die Homöopathie und ihre Mittel vertiefen; die Repertorisationsbögen aber können verhindern, daß man wirklich im Hinblick auf den einzelnen Patienten über jedes Mittel nachdenkt. Das Aufschreiben der einzelnen Rubriken mit allen darin enthaltenen Mitteln ist zwar mühsam, hilft aber, sich die Wertigkeit der einzelnen Mittel einzuprägen. Mit zunehmender Kenntnis der Mittel kann man nach einiger Zeit oft auswendig voraussagen, ob ein bestimmtes Symptom in der Prüfung eines Mittels vorkommt oder nicht. Beim Aufschreiben der Rubrik sieht man dann, ob man richtig vermutet hat.

Zweifellos ist dies ein mühevoller Prozeß. Übertragen wir ihn aber nicht unserem Assistenten oder der Sekretärin: Er dient ja in erster Linie dazu, daß wir selber lernen.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man den »kleinen« Mitteln schenken, die beim Repertorisieren in mehreren Rubriken auftauchen — auch, wenn sie überall nur einwertig stehen. Mittel bezeichnet man als »klein«, wenn sie noch nicht vollständig geprüft und somit erst wenige ihrer Symptome bekannt sind. Taucht solch ein Mittel beim Repertorisieren immer wieder auf, sollten wir stutzig werden und es in allen verfügbaren Arzneimittellehren nachlesen. Es mag die Symptomatik unseres Falles nicht lückenlos decken — seine Prüfung ist ja noch unvollständig —, aber vielleicht können wir sein Symptombild klar genug erkennen, um es zu verschreiben. Natürlich ist das eine heikle Entscheidung, die einige Erfahrung voraussetzt, doch sollte man das Mittel in Erwägung ziehen.

Häufig kommt es vor, daß ein Mittel in fast allen Rubriken unserer nach der Gewichtung geordneten Liste steht, aber beispielsweise in der dritten und fünften Rubrik fehlt — es steht unter den ersten (wichtigsten) und unter einigen weniger wichtigen Symptomen, fehlt dagegen bei ein paar Symptomen in der Mitte. Fällt nun bei der Repertorisation kein anderes Mittel auf, das offensichtlich paßt, dann sollte man auch solch ein Mittel in Betracht ziehen. Dazu prüft man, ob es irgendwelche von den merkwürdigen Symptomen des Patienten besitzt, und studiert es dann ausführlich in den Arzneimittellehren. Da die Anamnese, das Bewerten und Ordnen der Symptome sowie die Aufnahme von Symptomen in das Repertorium mancherlei Unsicherheitsfaktoren enthalten, kommt es häufig vor, daß das Simillimum nicht alle wichtigen Symptome des Patienten deckt. In solchen Fällen befragt man den Patienten nach seiner Heilung ausführlich über diese fehlenden Symptome, um festzustellen, ob sie bei der Heilung des ganzen Menschen mitgeheilt worden sind. Wenn ja und wenn sie bei anderen Patienten ebenfalls geheilt worden sind, kann das Mittel in die entsprechende Rubrik aufgenommen werden.

Durch solch mühsame und gewissenhafte Kleinarbeit werden die Arz-neimittelkenntnisse des einzelnen und der Homöopathie stetig erweitert. Nach zehnjähriger Praxis gehört man dann als Arzt nicht länger zu den Anfängern. Auch im Repertorisieren bekommt man mehr und mehr Übung und kann sich schließlich die Arbeit durch ein Aussonderungsverfahren erleichtern. Freilich setzt diese Methode, die wir gleich beschreiben werden, eine ausgezeichnete Kenntnis der Arzneimittellehre voraus, denn sie schränkt die für den Patienten in Frage kommenden Mittel erheblich ein.

Beim aussondernden Repertorisieren werden nach gründlicher Überlegung nur die wichtigsten Symptome zusammengestellt. Von diesen wählt man dann die besonders charakteristischen aus und ordnet sie nach ihrer Bedeutung (Gewichtung) — ein Vorgang, der große Behutsamkeit und Umsicht erfordert. Viele Faktoren sind dabei zu beachten: die Schwere eines Symptoms, wo es innerhalb der Hierarchie der Ebenen zu plazieren ist, die Frage, inwieweit es das eigentliche Kranksein des Patienten ausdrückt und wann es im Verhältnis zur derzeitigen Krankheitsentwicklung aufgetreten ist usw.

Nun schreibt man das erste Symptom dieser Liste auf ein Blatt Papier und darunter alle Mittel der entsprechenden Rubrik. Ebenso verfährt man mit dem zweiten Symptom, doch diesmal nur gefolgt von den Mitteln, die in beiden Rubriken stehen — der ersten und der zweiten. Dadurch bleiben diejenigen Mittel unberücksichtigt, die zwar in der zweiten, nicht aber in der ersten Rubrik stehen. Unter das dritte Symptom setzen wir nur die Mittel, die sowohl in der dazugehörigen Rubrik als auch in den vorhergehenden beiden Rubriken, also in allen drei Rubriken vorkommen. Wenn man so bei jedem Schritt weiter aussondert, bleiben am Ende nur wenige Arzneien übrig. Diese studiert man dann eingehend in den Arzneimittellehren.

Sicher klingt die beschriebene Methode verlockend, erspart sie doch offensichtlich eine Menge mühsamer Kleinarbeit. Aber — sie ist riskant. Ihr Erfolg hängt ganz davon ab, ob man zuvor die richtigen Symptome ausgewählt hat. Wurde beispielsweise ein Symptom, das eigentlich an dritter Stelle stehen sollte, als erstes angeordnet, kann es passieren, daß man dadurch das Simillimum nicht mehr unter den verbleibenden Mitteln hat. Der Patient bekommt dann gleich zu Beginn der Behandlung ein falsches Mittel. Nur ein Homöopath mit guter Arzneimittelkenntnis wird diesen Fehler rechtzeitig genug bemerken, um ihn zu beheben.

Fallanalyse für Fortgeschrittene

Mit wachsender Erfahrung hat der Arzt die schriftliche Repertorisation immer weniger nötig. Wer seine Mittel genau kennt, hat oft schon am Ende der sorgfältigen Anamnese ein Gespür dafür, welches das passende Mittel ist. Es genügt, wenn er einen Blick auf einige Rubriken im Repertorium wirft, um sich zu vergewissern, ob sein Eindruck stimmt oder nicht. Das geschieht durch eine "Fingen"-Repertorisation: Man steckt seine Finger zwischen die Seiten mit den entsprechenden Rubriken und schlägt, um Mittel auszusondern, nach Bedarf eine um die andere Seite auf.

Dieses Verfahren erscheint dem Anfänger, der einen langjährig praktizierenden Homöopathen dabei beobachtet, recht einfach. In Wirklichkeit ist es sehr kompliziert, denn das mühsame schriftliche Repertorisieren spielt sich jetzt »im Kopf ab«. Der erfahrene Homöopath kennt die Mittel so gut, daß er sie nicht mehr aufzuschreiben braucht. Durch jahrelanges schriftliches Repertorisieren hat er sich viele Rubriken so gut eingeprägt, daß er nun auswendig sondieren kann.

Ein langjährig geübter Homöopath hat auch das Charakterbild der einzelnen Mittel so gründlich erfaßt, daß er auf Anhieb sieht, ob die »Idee« des Mittels der »Idee« des Patienten entspricht. Wenn ja, braucht er nur noch einige bestätigende Symptome, um das richtige Mittel zu wählen. Die Anamnese freilich muß auch er in jedem Fall vollständig aufnehmen, um sicher zu sein, daß keine widersprüchlichen Symptome vorhanden sind.

Wir sehen also: Stimmen Mittel und Symptomatik des Kranken ihrer Idee nach überein, kann ein fortgeschrittener Homöopath den Fall außerordentlich rasch beurteilen. Findet er dann zusätzlich bestätigende Symptome, bedarf er zur Verschreibung des Mittels keiner weiteren Überlegungen.

Schwieriger wird die Sache, wenn ein oder zwei Symptome auftauchen, die dem Mittel stark widersprechen. Dann muß der Fall noch einmal von vorn aufgerollt werden. Der Fortgeschrittene braucht dazu ebensoviel Zeit und Mühe wie der Anfänger, denn der Vorgang ist der gleiche: Die Gesamtheit der Symptome wird aufmerksam erwogen, alle Risikofaktoren werden in Betracht gezogen, die entsprechenden Rubriken im Repertorium nochmals nachgeschlagen und die merkwürdigen Symptome schließlich besonders eingehend berücksichtigt. Nachdem der Homöopath sich den Fall auf diese Weise nochmals eingehend vor Augen geführt hat, entschließt er sich zu einem Kompromiß, doch muß auch dabei die Gesamtsymptomatik des Patienten mit der des Mittels so weit wie möglich übereinstimmen.

In solch komplizierten Fällen ist es mitunter sogar notwendig, wichtige geistige und allgemeine Symptome unbeachtet zu lassen und seine Wahl auf scheinbar weniger wichtige, aber besonders eigenartige Symptome (Paragraph 153) zu stützen. Wann und wie man diese Entscheidung zu treffen hat, läßt sich in einem Lehrbuch, das allgemeine Richtlinien vermitteln will, kaum befriedigend beantworten, weil natürlich auch jeder schwierige Fall einzig in seiner Art ist. Dies lernt man aus Erfahrung — doch mehr noch durch gezielte Anleitung. Bei diesen Entscheidungen tritt der künstlerische Aspekt der Homöopathie besonders in den Vordergrund, obgleich sie sich auch jedesmal durchaus sachlich begründen lassen müssen.

Häufig trifft man auf Fälle mit vielen gewöhnlichen, aber vielleicht nur zwei merkwürdigen Symptomen. Ein klares Gesamtbild der Symptomatik läßt sich nicht ausmachen. Man repertorisiert den Fall und erhält wegen der vielen gewöhnlichen Symptome eine ganze Reihe von Mitteln, die besonders gründlich geprüft sind (sogenannte "Polychreste"). Analyse und Repertorisieren helfen hier nur selten, das passende Mittel zu finden. In solchen Fällen ist es notwendig, sich ganz auf die merkwürdigen Symptome (Paragraph 153) zu konzentrieren und, ohne die Repertorisation weiter zu beachten, das passende Mittel aus diesen Rubriken zu wählen. Oft ist es ein ungewöhnliches Mittel, das man wie bei jeder Verordnung vor der endgültigen Entscheidung gründlich studieren muß, wo immer man es in den vorhandenen Arzneimittellehren finden kann.

Ferner gibt es gelegentlich Fälle, in denen ein chronisches Leiden auf eine ganz bestimmte starke äußere Einwirkung — eine »causa«, eine auslösende Ursache — zurückzuführen ist. Ein Patient ist beispielsweise miasmatisch unbedeutend vorbelastet, leidet aber, seit er sich bei einem Autounfall den Kopf verletzt hat, an einer Reihe neurologischer Störungen. Finden sich bei der Anamnese ein oder zwei merkwürdige Symptome, die auf Arnica oder Natrium sulfuricum hindeuten (Mittel, die für Verlet-zungsfolgen bekannt sind), kann der Arzt seine Verordnung sicher auf die so bestätigte auslösende Ursache stützen. Unter diesen besonderen Umständen läßt man die übrigen Symptome zunächst unbeachtet (bei späteren Verordnungen können sie freilich wichtig werden).

Wir sehen also: Die Wahl des Mittels stützt sich auf vielschichtige Überlegungen. Die verschiedendsten Gegebenheiten müssen berücksichtigt, gegeneinander abgewogen werden. Wegen der vielen Unsicherheitsfaktoren ist eine zuverlässige Anamnese besonders wichtig. Die beschriebenen Prinzipien und vor allem die »Ausnahmen von der Regel« gelten nur, wenn die Informationsgrundlagen stimmen. Ist die Anamnese dürftig, irreführend oder unrichtig, werden auch die subtilen Entscheidungen, die später gefällt werden müssen, falsch. Die Wahl des richtigen Mittels hängt also ab von einer zuverlässigen Anamnese, zuverlässigen Prüfungsergebnissen, einem zuverlässigen Repertorium und schließlich einer korrekten Analyse des Falles.

Zweifellos kann auch das Verschreiben aufgrund von Leitsymptomen (sogenannten »Keynotes«) gelegentlich erfolgreich sein. Es kommt sogar vor, daß ein nur oberflächlich mit der Homöopathie vertrauter Heilpraktiker in wenigen Minuten ein Mittel verordnet, auf dessen Wahl ein wirklicher Könner viel Zeit und Mühe verwendet hätte. In solch einem Fall mag der Eindruck entstehen, allzu großer Aufwand sei töricht und sinnlos. In Wirklichkeit ist es aber so: Wer nach Leitsymptomen verschreibt, hat keine zuverlässigen Erfolge. Er trifft das richtige Mittel nur hin und wieder. Wer dagegen die homöopathischen Prinzipien genau verstanden hat und sorgfältig anwendet, ist in der Lage, das Simillimum für die Mehrzahl seiner Patienten sicher zu finden.

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