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Homoopathie Hahnemanns PDF Εκτύπωση E-mail
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Ist die Homoopathie Hahnemanns dazu verurteilt, wieder in Vergessenheit zu geraten?

Wird die Einfuhrung „neuer“ Ideen in die homoopathische Lehre diese Folge haben?

von G.Vithoulkas

 

This is a 7 minute-long video where Prof George Vithoulkas talks about "modern" homeopathy, doctrine of signatures, new controversial ideas, etc

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Mit der Homoopathie deren Erneuerung und Wiedergeburt wir in den vergangenen drei?ig Jahre erleben durften, scheint es in letzter Zeit wieder abwarts zu gehen – es zeigen sich Tendenzen der Auflosung und Verwirrung - was schlie?lich dazu fuhren konnte, dass die Homoopathie in Vergessenheit gerat.

Dieser Abwartstrend ist vor allem in den USA und England zu spuren, wo die sogenannte “moderne Homoopathie” vorherrscht. Veranschaulicht wird dies durch die Angriffe der Medien gegenuber der Homoopathie in diesen Landern.

Ich bin der tiefen Uberzeugung, dass der mogliche Niedergang der Homoopathie in erster Linie auf die Zahl an “kunstlerischen“ Verdrehungen zuruckzufuhren sein wird, die durch das „Einimpfen“ von Vorstellungen und Projektionen einiger “moderner Lehrer” in den Kern der homoopathischen Lehre erfolgt ist. Seit viele der Studierenden fur Mythen und Geschichten empfanglich geworden sind, die aus wilden Fantasien und purer Imagination zusammengebraut sind , sind viele sogenannte Lehrer auf den Plan getreten, um dieses Bedurfnis zu befriedigen.

Die Motivation, den vorliegenden Artikel zu verfassen ruhrt von der Rezension des Buches eines indischen Homoopathen in Simillimum, Bd. 7, Nr.3: “Vielleicht ist der inspirierendste Teil des Buches “die Darstellung des Reichs der Heilmittel –das der tierischen, pflanzlichen und mineralischen … -ist aufgebaut auf leicht zu erkennende Charakteristika. Er hat die Signaturenlehre mehr denn je weiter ausgebaut und kuhn behauptet, dass die Pragung durch das Heilmittel beim Patienten spurbar sei. Ich finde, Sankaran hat ein Reich...der intuitiven Wissenschaft betreten”! [mein Ausrufezeichen.]

Es ist extrem schwierig fur mich zu verstehen, wie eine willkurliche und vollkommen imaginare Ubersetzung von Symptomen eines Patienten in eine “leicht zu erkennende” Ahnlichkeit zu einem Tier, einer Pflanze, einem Mineral oder einer Nosode als intuitive Wissenschaft bezeichnet werden kann!

Es liegt auf der Hand, dass ein praktizierender Homoopath, die jeweilige Symptomatik eines Patienten in viele Richtungen interpretieren kann.

Dies wurde auf gewisse Art und Weise bedeuten, dass wir, nur weil ein Patient friert und Schlangen Kaltbluter oder aufgrund des kalten Wetters kalt sind, einem Patienten z.B. ein Schlangengift wie Lachesis (tatsachlich handelt sich hier um ein „warmes“ Heilmittel, das durch Hitze verschlimmert wird) verabreichen mussten, anstelle von Arsenicum, Hepar sulfuris, Silicea, Cistus canadensis , Rhus toxicodendron etc., bei denen es sich tatsachlich um „kalte“ Heilmittel handelt.

Die Verwirrung, die ausgelost wird, wenn ein Arzt seine Patienten in verschiedene Kategorien einteilen mochte und danach urteilen soll, ob der Patient einem Tier, einer Pflanze, einem Mineral oder einer Nosode ahnlich sieht - wie falsch er bei seiner Auslegung liegen kann, ist fur jeden von uns einfach nachzuvollziehen. Aber selbst wenn man jemanden einer dieser vier Gruppen zugeordnet hat, auf welche Art und Weise kann einem dies helfen, das passende Simillimum zu finden?

Was wurden Sie im Falle einer geistigen Verwirrung verschreiben, wenn Sie sehen, dass der Patient wahrend eines Deliriums das Verlangen zu bei?en hat? Hundemilch (Lac Caninum), Tigermilch oder Katzenmilch? oder ein Heilmittel, das dies als gepruftes Symptom besitzt wie beispielsweise Stramonium oder Belladonna (beides Pflanzenheilmittel)?

Wurden Sie Lac caninum einem Patienten verschreiben, dessen Husten sich wie das “Bellen eines Hundes” anhort oder doch eher Hyoscyamus (Pflanzliches Heilmittel) empfehlen, bei dem dieses Symptom zu den wichtigsten Merkmalen gehort? Zu behaupten, dass man die Ahnlichkeit eines Patienten zu einer Pflanze, einem Tier oder einem Mineral herausfinden kann, ist subjektiv und kann auf so vielfaltige Art und Weise gedeutet werden, dass es im Resultat vollkommen unzuverlassig ist. Kein serioser Homoopath wird seine Patienten mit einem derartigen Unsinn einem moglichen Risiko aussetzen.

Bei dem Versuch, die Leute davon zu uberzeugen, dass Homoopathie eine Wissenschaft ist, sind wir in der Vergangenheit stets auf eine Vielzahl von Problemen gesto?en. Durch all diesen Unsinn bestarken wir nun erneut die Argumente unserer Gegner, die sagen, dass Homoopathie keine Wissenschaft ist. Derartige Ideen und andere, die in der Zukunft noch weiter zu diskutieren sind, sind bereits Zeichen einer Degeneration.

Wenn manche Lehrer die homoopathische Wissenschaft auf diese Weise interpretieren und andere deren Interpretationen nicht in Frage stellen, werden wir bald erleben, wie sich unsere Wissenschaft zu einer Art “Kuddelmuddel-Mythologie” entwickelt.

Ich bin weder gegen das Experimentieren noch gegen Vermutungen, rein imaginare Projektionen oder sogar das Theoretisieren, solange dies noch im Bereich der Forschung und Beobachtung liegt und dem restlichen Berufsstand nicht als „Faktum“ prasentiert wird.

Es besteht kein Zweifel daran, dass wir in einer verruckten Welt mit weithergeholten Ideen leben, in der das tatsachliche Wissen von Verwirrung, Projektionen und Fehlinformationen durchdrungen ist.

Wir durfen jedoch nicht vergessen, dass es die Aufgabe und der Auftrag von uns Homoopathen ist, diese Verrucktheit, Unordnung und Verwirrung, von der unsere Gesellschaft betroffen ist, mit dem entsprechenden Heilmittel in Ordnung zu bringen.

Es ist wahr, dass unsere Wissenschaft heute einen gewissen „Grad an Unsicherheit“ aufweist, eine Lucke, die durch das gefullt werden kann, was wir als „kunstlerische oder intuitive Interpretation“ bezeichnen konnen und jeder kann dazu gema? seines eigenen Blickwinkel und seiner eigenen Fantasie beisteuern.

Aber die Interpretation der Gefuhle eines Patienten in Etwas, das hinter deren eigentlicher Bedeutung und Realitat liegt, ist fur einen Homoopathen ein gefahrlicher Weg. Wir mussen die Wirklichkeit des menschlichen Leidens als Zeichen und Symptome wahrnehmen, die vom Patienten zum Ausdruck gebracht werden und versuchen, diese dem pathognomischen Bild eines Heilmittels, das wir durch Prufungen kennen, zuzuordnen. Wir mussen darauf achten, dass wir nicht unsere eigenen kleinen Theorien oder Fantasien auf den Patienten projizieren, wenn die Gesundheit eines Menschen auf dem Spiel steht.

Es besteht kein Zweifel, dass die Homoopathie in ihrer Anwendung schwierig ist. Vereinfachungen sind dabei gerade bei denjenigen unseres Berufstandes herzlich willkommen, die sich nach dem Neuen, dem Einfachen, dem Wunder und dem Muhelosen sehnen. Solche Abstriche werden jedoch eigene negative Folgen nach sich ziehen und so zum allmahlichen Niedergang der Homoopathie beitragen.

Bald schon werden die Studierenden der Homoopathie die in guter Absicht und mit Enthusiasmus angetreten sind, durch derartige „kunstlerische Interpretationen“ verfuhrt, schlie?lich desillusioniert und entmutigt, wenn sie diese Ideen in die Praxis umsetzten mochten. Manche werden diese Ideen zu Gunsten bewahrter Ansatze verlassen, andere werden - bitter enttauscht durch die Resultate - der Homoopathie fur immer den Rucken zuwenden. Der langfristige Schaden fur die Homoopathie wird irreparabel sein.