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Zwei Heiler, eine Mission

NATUR+KOSMOS 04/2005 MENSCHEN+MEINUNGEN
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Der eine entwickelte eine Heilkunst, mit der es dem anderen gelang, sich selbst zu kurieren. Kaum hatte GEORGE VITHOULKAS sein Rückenleiden im Griff, verschrieb er sich der Homöopathie, die SAMUEL HAHNEMANN vor etwa 200 Jahren begründet hatte. Hahnemann war im Paris des 19. Jahrhunderts ein Magnet für Kranke und Wissensdurstige, Vithoulkas zieht heute Tausende auf die griechische Insel Alonissos.

SAMUEL HAHNEMANN

SAMUEL HAHNEMANN: „Ich nahm des Versuches halber taglich vier Quentchen China ein“ Der sächsische Reformator der Medizin
Seine Herkunft: Vor 250 Jahren, am 10. April 1755, wurde Samuel Hahnemann in Meißen geboren. Er studiert Medizin und promoviert 1779. Im Selbstversuch mit Chinarinde entdeckt er das Prinzip: Ähnliches soll mit Ähnlichem behandelt werden. Er testet die Wirkung verdünnter Substanzen, entwickelt dabei seine homöopathische Heilkunde, wird zum berühmtesten Arzt der Goethezeit und stirbt 88-jährig in Paris.

Sein größter Wunsch: Dass sich seine revolutionäre Lehre in der ganzen Welt verbreiten möge.

Sein Vermächtnis: Das „Organon der Heilkunde“, in dem er in 191 Paragrafen auf 270 Seiten Theorie und Praxis der Homöopathie darlegt. Bis heute die Bibel der Homöopathie.

 

Erst zu seinem 50. Doktorjubiläum 1829 ließ sich Samuel Hahnemann auf Wunsch seiner Verehrer von Julius Schoppe portätieren.

 

Halbgötter in Weiß gibt es noch nicht. Die Ärzte des ausgehenden 18. Jahrhunderts sind schwarz gewandet und hantieren mit Furcht erregenden Instrumenten. Egal um welche Krankheit es sich handelt, sie verordnen immer die gleichen Diäten, Ader - lässe, Klistiere, traktieren ihre Patienten mit Brech- und Abführmitteln oder empfehlen hochgiftige Arzneien wie Quecksilberchlorid und Bleiacetat. Oft sind es solche Rosskuren, die schneller zum Tod führen, als die Krankheit selbst es vermocht hätte.

Als Samuel Hahnemann 1755 im sächsischen Meißen als Sohn eines Porzellanmalers geboren wird, steckt die Medizin noch in den Kinderschuhen. Er besucht die berühmte Fürstenschule St. Afra in Meißen, studiert in Leipzig, Wien und Erlangen Medizin und verteidigt 1779 mit Erfolg seine medizinische Dissertation. Auf der Suche nach einer befriedigenden ärztlichen Tätigkeit und finanziellem Auskommen zieht er unstet durch Nord- und Mitteldeutschland. In Dessau lernt er die Apothekerstochter Henriette Küchler kennen. Elf Kinder wird sie ihm schenken und ihm bis zu ihrem Tod 1830 durch dick und dünn folgen. Doch Hahnemann hadert zunehmend mit seiner Profession. „Ich mache mir ein empfindliches Gewissen daraus, unbekannte Krankheitszustände mit unbekannten Arzneien zu behandeln, die als kräftige Substanzen leicht das Leben in Tod verwandeln oder neue Beschwerden und chronische Übel herbeiführen können, welche oft schwerer als die ursprüngliche Krankheit zu entfernen sind.“ Hahnemann gibt die Praxis auf und verlegt sich auf die Übersetzung medizinischer Werke.

In dem verschlafenen sächsischen Ort Stötteritz übersetzt Hahnemann Anfang der 1790er-Jahre die Arzneimittellehre des Pharmakologen William Cullen. Er stößt auf einen Abschnitt, in dem Cullen die Wirksamkeit der Chinarinde gegen das Wechselfieber (Malaria) mit deren magenstärkenden Bitterstoffen erklärt. Hahnemann bezweifelt die Erklärung und schreitet zum Selbstversuch. „Ich nahm täglich, etliche Tage zweimahl täglich, jedesmahl vier Quentchen gute China ein; (. . .) alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptome erschienen an mir nacheinander.“ Hahnemann kombiniert: Chinarinde ruft beim gesunden Menschen ähnliche Reaktionen wie die Krankheit hervor. Und sie hilft gegen das Wechselfieber. Könnte es sein, dass die Symptome der Krankheit von den durch die Arznei hervorgerufenen ähnlichen Reaktionen gleichsam ausgelöscht werden? Hahnemann war auf das Ähnlichkeitsprinzip gestoßen. „Similia similibus curentur“– Ähnliches soll mit Ähnlichem behandelt werden. Bis heute das Mantra der Homöopathie.

1796 veröffentlicht er in einer medizinischen Fachzeitschrift den Artikel „Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen“. Der Beitrag wird zur „Gründungsurkunde“ der Homöopathie. Hahnemann beginnt mit der Methode zu praktizieren, überprüft weiter Dutzende von Substanzen an sich selbst und an Familienmitgliedern. Weil auch Gifte darunter sind, wie die Tollkirsche, geht er daran, sie zu verdünnen. Je höher die Verdünnung, desto stärker die Fähigkeit der „Hochpotenzen“, die „Verstimmung der Lebenskraft“ zu heilen, findet Hahnemann heraus.

1805 kommt die Familie im sächsischen Torgau für einige Zeit zur Ruhe. Hier macht der Medizin-Dissident erstmals als homöopathischer Arzt von sich reden. Und: Seine Praxis floriert, sein Selbstvertrauen wächst. So vergleicht er sich mit dem Kirchenreformator Martin Luther. „Wenn aber dieser von mir, unter Niederdrückung aller gangbaren Vorurteile, in stiller Betrachtung der Natur gefundene, einzig mit Sicherheit und Gewissheit zu Heil und Gesundheit führende Weg allen Dogmen unserer Arzneischulen gerade ins Angesicht widerspricht, wie einst Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg mutig angeschlagene Sätze der den Geist verkrüppelnden Hierarchie widersprachen – so können doch weder meine, noch Luthers Wahrheiten etwas dafür.“ In seinem 1810 erschienenen „Organon der rationellen Heilkunde“ fasst Hahnemann seine Erkenntnisse über die Homöopathie zusammen. Das Buch gilt bis heute als die Bibel der Homöopathen.

Ein Jahr später zieht die Familie nach Leipzig. Um sich einen Schülerkreis aufzubauen, ergattert Hahnemann einen Lehrauftrag an der Universität. Der Gelehrte mit dem weißen Haarkranz, der zu Hause gern eine Samtkappe trägt, schart einen Kreis von Förderern und Gönnern um sich. Aber auch die Schar der Widersacher wächst. Einer seiner schärfsten Gegner ist der Leipziger Pathologe Friedrich August Puchelt, der die Homöopathie schlicht für „Charlatanerei“ hält. Auch Christian Wilhelm Hufeland, der Arzt Goethes, verteidigt die „rationelle“ Schulmedizin mit ihrem „Begründetseyn auf Vernunft und Vernunftschluss“ gegen die Homöopathie.

Die Erfolge der Homöopathie gegen Typhus und Fleckfieber aber mehren Hahnemanns Ruf als Wunderdoktor. Auch Prominente finden sich jetzt in seiner Praxis ein. Zweifellos sein berühmtester Leipziger Patient ist der österreichische Generalfeldmarschall Karl Philipp von Schwarzenberg, Sieger der Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Der Adelige leidet an den Folgen eines Schlaganfalls und lässt sich mit Diäten und hahnemannschen Hochpotenzen behandeln. Doch nach anfänglicher Besserung stirbt der Fürst – ein Rückschlag, der die mühsam aufgebaute Reputation Hahnemanns schädigt. Außerdem hat er es sich mit den Apothekern verscherzt, die er „Giftmischer“ nennt. Hahnemann besteht darauf, seine potenzierten Pülverchen und Tinkturen selbst herzustellen und zu verab reichen. Dies jedoch verstößt gegen das in Sachsen geltende Dispensierverbot, das die Abgabe von Arz neien durch den Arzt untersagt. Einen Rechtsstreit verliert Hahnemann. 1821 muss er Leipzig verlassen.

Aufnahme findet er in der Residenzstadt Köthen, wo Herzog Ferdinand, erklärter Anhänger der Homöopathie, dem Alternativmediziner Vorzugsbedingungen garantiert. Er erhält das Hofratspatent und wird zum Leibarzt ernannt. Hahnemann wird zum Geheimtipp der adeligen Welt. Auch Beethoven und Goethe lassen sich von ihm behandeln. In einem Brief berichtet Goethe: „Ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seitdem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde.“

 

Mélanie d’Hervilly war 45 Jahre jünger als Hahnemann. Er heilte sie von einem Nervenleiden, heiratete sie und zog mit ihr nach Paris.

 

Auch die junge Französin Mélanie d’Hervilly, die an einer Nervenkrankheit leidet, pilgert nach Köthen. Der 80-jährige Hahnemann verliebt sich Hals über Kopf in die 45 Jahre jüngere Adelige. 1835 heiratet das Paar und zieht nach Paris. Ihr Domizil in der Rue de Milan wird zum gesellschaftlichen Treffpunkt. Die Praxis führt Hahnemann inzwischen zusammen mit seiner jungen Frau, die sich zu einer erfolgreichen Homöopathin entwickelt. Oft bilden sich lange Schlangen von Pferde - kutschen mit prominenten Patienten wie dem Geigenvirtuosen Niccolò Paganini oder dem Bankier James Meyer Rothschild. Bis zu seinem Tod im Jahre 1843, im damals biblischen Alter von 88 Jahren, bleibt Hahnemann ein rastloser Arzt und Forscher.

GEORG ETSCHEIT 

GEORGE VITHOULKAS

Der griechische Papst der Homöopathie

Seine Herkunft: 1932 wurde George Vithoulkas in Athen geboren. Mit acht wird er zum Waisen. Er wird Bauingenieur, geht nach Südafrika und entdeckt die Homöopathie als Lebensaufgabe. Studium und Approbation in Indien. Nach der Gründung verschiedener homöopathischer Einrichtungen und seines privaten Ausbildungszentrums auf Alonissos wird er 1996 mit dem Alternativen Nobelpreis für Medizin geehrt.

Sein größter Wunsch: In einem fairen Wettstreit mit der Schulmedizin die Überlegenheit der Homöopathie zu beweisen.

Sein Vermächtnis: Er schreibt an seiner „Materia Medica Viva“, einem 16-bändigen homöopathischen Standardwerk. Der zehnte Band ist bereits erschienen.

GEORGE VITHOULKAS: „Ich muss alles tun, um die Homöopathie zu verbreiten“

GEORGE VITHOULKAS: „Zum Heilen gehört auch Liebe. Und völlige Hingabe“

George Vithoulkas steht in seinem Garten, bis zu den Knien im Gras, in der Linken einen Eimer und zwischen den Fingern das Handy. Er ist dabei, dicke Bohnen zu ernten. Die grauen, lockigen Haare wehen im Frühlingswind. Er hat mich erwartet: „Kalimera. Nice to meet you“, sagt er und lächelt. Doch schon klingelt das Telefon. Die Ärzte seiner Athener Klinik brauchen therapeutischen Rat – eine 35-jährige Patientin mit Abszessen am Zahnfleisch . . .

Ich schaue mich um. Wir sind auf Alonissos, einer der Sporadeninseln im Ägäischen Meer. Vithoulkas’ Haus und Garten liegen in einem Pinienwald, daneben ein Orangenhain, Oliven-, Granatapfel-, Mandelund Feigenbäume, zarte Tomatenpflanzen, Basilikum, Salbei, Thymian. Der Duft ist betörend. Hühner gackern, Schafe blöken. Oben auf dem Hügel sein Wohnhaus – bescheiden, doch mit einer unübersehbaren Tendenz zum Schwarzwaldstil.

Wieder klingelt es, und der berühmte Homöopath nimmt das nächste Gespräch an. Eine Mutter aus Australien, erklärt er mir, als er fertig ist. Ihr Kind leide an Neurodermitis. Er therapiert es von Griechenland aus seit der Geburt. Vithoulkas stellt den Bohneneimer ab und breitet die Arme aus: Dieser Garten sei ihm ein Ort der Entspannung, der seelischen Reinigung. Das Einzige, was er sich neben seiner Arbeit gönne. Er besucht keine Bar, spielt nicht Karten, wie es auf der Insel unter Männern üblich ist, und trinken tut er auch nicht.

Neun Monate im Jahr verbringt George Vithoulkas auf der Insel, drei Monate ist er auf Reisen. Hier auf Alonissos unterrichtet er Ärzte in seiner Akademie für klassische Homöopathie. In Athen lehrt er an seinem Ärztezentrum. An der Universität Bonn hält er gelegentlich Seminare ab, in Russland an der Moskauer Akademie, in Holland, Rom, Bilbao . . . Dabei reist er gar nicht gern – er fühlt sich dazu verpflichtet:„Ich muss alles in meiner Macht stehende tun, um die Homöopathie zu verbreiten.

 

George Vithoulkas auf dem internationalen Homöopathie- Kongress 1997 in Berlin. Neben Vithoulkas Alfred Stückrad, der Vorsitzende der Vithoulkas Stiftung, die den Kongress veranstaltet hat. Wenn die Menschen ihre Bedeutung nicht begreifen, werden wir große Probleme bekommen, weil die chemischen Arzneimittel allmählich die Organismen zerstören.“ Die Deutschen hätten große Persönlichkeiten hervorgebracht, sagt er. Aber der Größte von allen ist und bleibt für ihn Samuel Hahnemann, der Vater der klassischen Homöopathie. Der einzige Meister, den Vithoulkas gelten lässt.

 

Ehefrau Sissoula ruft zum Essen. Täglich bereitet sie ihrem Mann leckere griechische Gerichte zu, meist mit frischem Gemüse aus dem Garten. Vor vielen Jahren ist sie mit einem schweren Leiden zu George Vithoulkas gekommen. Er hat ihr das Leben gerettet. Seither lebt Sissoula an seiner Seite, aber ganz im Hintergrund. So wird sie ihn ihr Leben lang liebevoll unterstützen.

Bei einem duftenden Kräutertee, dem „Wounissio“, sitzen wir nach dem unverzichtbaren Mittagsschläfchen auf der Terrasse zusammen. George Vithoulkas erzählt aus seinem Leben. „Ich war ein Kriegskind, schlecht ernährt.“ Nach dem Einfall der deutschen Wehrmacht in Athen wurden seine Eltern erschossen. George war acht, seine Schwester zehn Jahre alt. Die Kinder schlugen sich mit dem Verkauf von Zigaretten durch. In dieser entbehrungsreichen Zeit konnte sich Georges Skelett nicht richtig entwickeln. Als er 16 ist, werden bei ihm schwere Defekte an der Wirbelsäule festgestellt, die ihm ständige Schmerzen verursachen. Trotz allem studiert er in Athen Ingenieurwissenschaften und geht später nach Südafrika. Dort schenkt ihm ein befreundeter Musiker die „Materia medica“ von William Boericke, ein Standardwerk der Homöopathie. Für George „eine Offenbarung!“ Er testet die Heilmethode an sich selbst und hat Erfolg. Vithoulkas ist 28 und hat seine wahre Berufung gefunden. In Indien studiert er Homöopathie, erhält 1966 die Approbation, gründet 1970 ein Zentrum für Homöopathie in Athen und acht Jahre später in den USA die International Foundation of Ho meopathy. Für sein unermüdliches Engagement überreicht ihm Jakob von Uexküll 1996 im Stockholmer Parlament den Alter nativen Nobelpreis für Medizin.

Über unseren Köpfen brummt ein Hubschrauber: George Vithoulkas muss gehen. Eine Patientin aus Israel, die am Athener Flughafen ein Lufttaxi nach Alonissos genommen hat, ist zur Behandlung eingeflogen. Fünf Autominuten von seinem Haus entfernt liegt der Landeplatz. Daneben hat Vithoulkas1995 die Akademie für klassische Homöopathie errichten lassen. Ein Tempel des homöopathischen Wissens ist es geworden, erbaut im Stil einer byzantinischen Kirche.

Heute Nachmittag sehen dem Meister 250 Ärzte aus deutschsprachigen Ländern bei seiner Behandlung zu. Nächsten Monat werden Russen kommen, später auch Italiener. In vier Jahren mit 600 Unterrichtsstunden absolvieren diese Ärzte ihre homöopathische Ausbildung bei George Vithoulkas.

 

Auf der griechischen Insel Alonissos hat George Vithoulkas seine Akademie für klassische Homöopathie gebaut. Ärzte aus aller Welt machen hier ihre Ausbildung. Alonissos ist ein Mekka der klassischen Homöopathie. Nur: Wer sich beim „Papst der Homöopathie“ behandeln lässt, muss sich zugleich als Lehrobjekt für die lernenden Ärzte zur Verfügung stellen. So sitzen nun im Praxisraum zwei protokollierende Ärzte und Vithoulkas der Patientin aus Israel gegenüber, während eine Kamera die Befragung, die homöopathische Anamnese, in den Hörsaal überträgt, wo die Ärzte fleißig in ihre Laptops tippen. Danach diskutiert George Vithoulkas mit ihnen, welches Mittel passen könnte. Er korrigiert, macht auf Details aufmerksam, lässt sie teilhaben an seiner Erfahrung. Zum Schluß verrät ihnen der große Meister, welches der 2000 existierenden Mittel er für geeignet hält.

 

Eigentlich sei alles ganz einfach, erklärt er mir:„Ein Organismus entwickelt Krankheitssymptome, um sich selbst zu heilen, einer Störung entgegenzuwirken. Wenn du ihm also eine Arznei gibst, die diese Symptome verstärkt, dann verstärkt sie den Abwehrmechanismus des Organismus.“ Im übrigen ist Vithoulkas fest davon überzeugt, dass die Wirksamkeit der Homöopathie zu beweisen wäre, wenn Regierungen und EU nur genügend Forschungsgelder dafür bereitstellten. Alles eine Frage wirtschaflicher Interessen: „Letztlich ist es ein Problem der Pharmakonzerne, die viel Geld verlieren, weil mittlerweile Millionen von Patienten zu homöopathischen Ärzten gehen.“

Wir spazieren hinunter zur Bucht. Dieser Mann kommt mir vor wie der Felsen dort unten in der Brandung. Ich stelle dem 72-jährigen Griechen eine letzte Frage. Warum hat er so viel Erfolg bei der Heilung von Kranken? „Weil zum Heilen auch Liebe gehört. Völlige Hingabe“, sagt George Vithoulkas, steigt in sein kleines Boot und fährt zum Fischen aufs Meer hinaus.

LOURDES PICARETA